Lowland Single Malt Scotch Whisky

Ausgewählte und seltene Lowland Single Malt Scotch Whiskys

Lowland-Whiskys kommen aus dem Gebiet nördlich der englischen Grenze und südlich der gedachten Linie zwischen Greenock im Westen und Dundee im Osten unterhalb der Highlands und im Süden Schottlands. Da der dort produzierte Whisky wenig bis gar keinen Torf enthält, ist sein Charakter leichter und frischer als der anderer Regionen. Daher diente er traditionell als Grundlage in einer Vielzahl von Blends und im späten 19. Jahrhundert wurde die gesamte Produktion der Lowland-Brennereien für Blends verwendet. Noch befinden sich die größten Whiskyproduzenten in den Lowlands. Zu den größten gehören die Brennereien Cameronbridge, North British und Strathclyde, die ausschließlich Grain-Whisky herstellen. Mit Dundashill befand sich die größte Malt-Whisky-Brennerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Region Lowlands. Typisch für Lowland-Whiskys ist ihr relativ milder Charakter, sowie das Herstellungsverfahren der Dreifachdestillation.
Die steigende Beliebtheit und Marktmacht der Highland- und Speyside-Brennereien bewirkten jedoch eine sinkende Beliebtheit der Lowland-Produzenten. Dieser Entwicklung geschuldet, produzieren aktuell nur noch wenige Lowland-Brennereien Single-Malt-Whisky. Zwei größere sind Auchentoshan und Glenkinchie. Die Auchentoshan-Brennerei befindet sich am Nordrand von Glasgow und wurde 1823 gegründet. Dieser Whisky ist leicht, hat eine grasige und zitrusartige Nase, mit einem klaren trockenen Abgang. Die Glenkinchie-Brennerei befindet sich in Pencaitland, außerhalb von Edinburgh und gehört heute zum Spirituosenkonzern Diageo (ehemals United Distillers), der Whisky wird als Teil der Classic-Malts-Serie des Konzerns vermarktet. Die kleinste der verbliebenen Lowland-Destillerien ist Bladnoch, welche gleichzeitig die südlichste aller schottischen Maltdestillerien ist. Als seltene und begehrte Sammlerstücke kursieren noch Reste der Abfüllungen von einigen nicht mehr existierenden Brennereien: Rosebank galt im Allgemeinen als der beste Lowland-Malt, von ihm erscheinen noch sehr selten Abfüllungen alter Jahrgänge auf dem Markt, alte Versionen und Abfüllungen aus der Rare Malts Selection gelten als Raritäten.
Ferner gab es mit St. Magdalene einen außergewöhnlichen Scotch Whisky aus Linlithgow, der bei Kennern und Sammlern ebenfalls als begehrte Rarität gilt sowie Littlemill aus Bowling, West Dunbartonshire und Kinclaith aus Glasgow.

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